Pilgerherberge, Refugio oder Parador?

Wer auf dem Jakobsweg wandert, übernachtet als echter Pilger auch in den sogenannten Albergues oder Refugios, den Pilgerherbergen. Diese sind überall entlang des Weges zu finden. Allein auf dem Camino Francés, den am meisten genutzten Fernwanderweg Richtung Santiago de Compostela sollen es rund 750 sein. In den letzten Jahren sind zwar etliche Unterkünfte hinzugekommen, die meisten davon funktionieren allerdings nicht mehr nach dem einst üblichen Spendenprinzip, sondern bitten Pilger teils kräftig zur Kasse. Bei rund 30 Übernachtungen ergibt das unter Umständen eine stattliche Ausgabe. Daher ist es sinnvoll, sich vorab über die Übernachtungskosten des jeweiligen Refugios zu informieren.

Einlass nur mit Pilgerausweis

Die Herbergsväter und -mütter von Pilgerunterkünften stellen müden Wanderern Schlafgelegenheiten, Duschen, WC’s und meist auch ein warmes Abendessen zur Verfügung. Einlass wird jedoch nur demjenigen gewährt, der ein sogenanntes „Credencial“, einen offiziellen Pilgerausweis vorlegen kann. Das Dokument lässt man sich in den jeweiligen Herbergen abstempeln. Das ist wichtig da man sein Credencial am Ende des Weges in Santiago einreichen muss, um seine ‘Compostela’ zu erhalten. Eine Urkunde, die bestätigt dass man den Jakobsweg auch wirklich gewandert ist.

Wo gibt es den Pilgerausweis?

Einen gültigen internationalen Pilgerausweis erhält man vorab in den jeweiligen Ausgangsländern über unterschiedliche Jakobus-Organisationen, die Adressen sind online verfügbar. Man erhält Pilgerausweise aber auch direkt vor Ort, wie zum Beispiel im Pilgerbüro von Saint Jean Pied de Port in der Rue Citadelle am Beginn des Camino Francés.

Herbergen im Überblick

Eine Übersicht über die diversen Herbergen auf den Jakobswegen zum Beispiel von der Schweiz aus, oder auf dem Camino Francés, sind sowohl über das Internet als auch in gedruckter Form erhältlich. Zudem enthält jeder gute Wanderführer zum Thema Jakobsweg aktualisierte Informationen zu den Herbergen.