Mit dem richtigen Rucksack unterwegs

Auf die inneren Werte kommt es an, das gilt auch für Rucksäcke. Vor allem wenn man diese über lange Wegstrecken und mehrere Tage tragen muss, wie zum Beispiel auf dem Jakobsweg. Wer die gesamte Strecke zu Fuß geht, ist gute vier Wochen damit unterwegs. Schon nach den ersten Kilometern macht sich dann bemerkbar ob man die richtige Wahl getroffen hat.

Gut geplant ist halb am Ziel

Damit die Auswahl des eigenen Touren-Rucksacks kein Reinfall wird, klärt man am besten vorab folgende Fragen: Tagesausflug oder mehrtägige Wanderung? Denn ein Rucksack für eine Tagestour ist anders aufgebaut als ein Trekking-Rucksack, er hat weniger Fassungsvermögen, ist leichter und hat keine Unterteilungen in Fächer.

Fachliche Beratung oder Online?

Steht eine längere Wegstrecke in schwierigem Gelände an und handelt es sich um den Erstkauf eines Rucksackes, ist ein Besuch im Fachgeschäft eine gute Idee. Auch hier gilt: Probieren geht über Studieren. Am besten testet man diverse Modelle aus, und lässt die Passform vom Fachverkäufer überprüfen. Auf folgende Punkte sollte beim Kauf geachtet werden:

  • Rückenteil: wie ist es gepolstert und kann man es während des Wanderns anpassen und die Belüftung ändern?
  • Zugang zum Rucksack: gelange ich gut an die jeweiligen Fächer?
  • Seitentaschen: falls vorhanden, besteht guter Zugang mit dem Rucksack auf dem Rücken?
  • Schlaufen: sind genügend vorhanden, um Trinkflasche und Gehstöcke daran zu befestigen?
  • Kompressionsriemen: besteht Zugang mit aufgesetztem Rucksack und lassen sich die Riemen leicht bedienen?
  • Schutzhülle/Regencover: integriert?
  • Hüftgurt: gut gepolstert und leicht zu bedienen?
  • Reissverschlüsse: gut verarbeitet und wasserdicht?
  • Nähte: daran ziehen und schauen ob sie nachgeben. Falls ja, für längere Touren und Gewicht nicht geeignet.
  • Wie sitzt der Rucksack auf Schultern und Hüfte?
  • Wie beweglich ist man mit dem Rücksack auf dem Rücken?
  • Wie hoch ist das Eigengewicht des Rucksacks?
  • Wie viel Volumen hat der Rucksack?

Erfahrene Trekker bestellen auch online, so lässt sich das ausgewählte Rucksack-Modell bequem daheim auf Komfort und Anspruch testen. Gefällt er nicht, schickt man ihn problemlos zurück.

Wie viel Liter Rucksack darf es sein?

Die Größe eine Rucksacks bemisst sich in Litern. Für eine Tagestour geht man von rund 20 bis 35 Litern Fassungsvermögen pro Person aus. Mehrtagestouren verlangen nach mehr Stauraum, und einer Unterteilung in Fächern. Für diese Wanderungen sind Rucksäcke ab 35 Litern zu empfehlen. Trekking-Rucksäcke beginnen entsprechend bei 35 Litern.

Je weniger, desto besser

Auch das Eigengewicht des Rucksacks sollte einkalkuliert werden. Selbst wer vor einer langen Tour alle Inhalte grammgenau abwiegt, um ja nicht zu viel mitzuschleppen, hat wenig Spielraum wenn das Eigengewicht des Rucksacks fast drei Kilo beträgt. Auf langen Touren gilt daher: je weniger, desto besser!